Bedürfnis nach Geselligkeit, oder Einsamkeit!

Wieviele soziale Kontakte brauchen Sie?

Schüchterne Menschen haben laut der aktuellsten Forschungen tatsächlich ein durchschnittlich normales Bedürfnis nach sozialen Kontakten, aber sie werden auch sehr schnell verlegen und unsicher, oder trauen sich nicht das zu sagen, was Sie wirklich denken, oder sagen wollen – dies ist ein wichtiger Indikator für das starke Bedürfnis nach persönlicher Wertschätzung und Akzeptanz. Oft sind sie in den ersten Begegnungen sehr zurückhaltend, oder stocksteif, weil sie sich fürchten, dass man sie für zu aufdringlich, oder albern hält, wenn sie sich unterhalten, oder Spaß haben.

Die so oft von diesen Menschen gezigte soziale Isolierung kann ein Symptom für verschiedene psychische Störungen sein, zum Beispiel Depression, Schizophrenie und Autismus. Sowohl Menschen mit klinischen Depressionen als auch schizophrene Menschen leben sozial am liebsten zurückgezogen. Autistische Kinder spielen lieber alleine, mögen ganz feste Strukturen und zeigen ein extrem geringes Interesse daran, Aufmerksamkeit von Menschen zu erhalten.

Laut der Forschungen über die inneren Antreiber und Motive ist der individuelle Wunsch nach Rückzug und Alleinsein ein normales Gefühl, das sich eindeutig von den Mustern des sozialen Rückzugs unterscheiden lässt, die sich bei psychologisch klinischen Störungen beobachten lassen.

Jeder Mensch hat gelegentlich das Bedürfnis allein zu sein, auch wenn dieses Bedürfnis bei manchen Menschen viel viel ausgeprägter ist als bei anderen. Nur wenn dieses Bedürfnis im Kontext des Gefühls einer anhaltenden tiefen Traurigkeit auftritt, oder wenn andere Signale einer geistigen Erkrankung sichtbar werden, besteht ein zu verfolgender Anlass, eine psychische Störung in Betracht zu ziehen.

Das persönliche Streben nach sozialen Kontakten kann Mittel und Motiv-End-Zweck zugleich sein. Wenn Menschen Mitglied im Fußballverein, oder einer sozialen Einrichtung sind, um berufliche oder rein geschäftliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, ist der Wunsch nach sozialen Kontakten ein Mittel zum gewünschten Karriereerfolg (der das Bedürfnis nach dem Motiv Einfluss befriedigt).

Wenn Menschen aus Prestigegründen Mitglied im Golf, Hockey, oder Polo Club werden und sind, ist der soziale Kontakt ein Mittel, um anderen zu zeigen, wer man ist, was man hat und darüber spricht – man möchte beeindrucken (Motiv Status). Das individuelle Grund-Bedürfnis nach vielen auch oberflächlichen sozialen Kontakten ist nur dann ein Endziel, wenn Menschen aus keinem anderen Motiv-End-Zweck Freundschaften schließen, als dem reinen Wunsch nach Spaß, Geselligkeit und dem nicht alleine sein wollen.

Bewerten Sie Ihr Bedürfnis nach sozialen Kontakten als sehr stark, wenn Sie den folgenden Aussagen zu mehr als 80% zustimmen.

  • Um sich glücklich und zufrieden zu fühlen, brauchen Sie ständig Menschen um sich.
  • Sie sind jemand, der gerne viel mit anderen Menschen redet .
  • Sie sind grundsätzlich fröhlich ist, feiern viel und haben gerne Spaß.

Bewerten Sie Ihr Bedürfnis nach sozialen Kontakten als sehr niedrig, wenn Sie den folgenden Aussagen zu mehr als 80% zustimmen:

  • Sie sind ein sehr zurückgezogener und wenig kommunikativer Mensch.
  • Sie genießen die Ruhe vor vielen oberflächlichen Menschen Kontakten.
  • Sie haben kein großes Interesse an anderen Menschen, die nicht zu Ihrer Familie beziehungsweise Ihrem engsten Freundeskreis gehören.

Bewerten Sie Ihr Bedürfnis nach sozialen Kontakten als normal/durschnittlich (wie es die meisten Menschen sehen, sich wünschen), wenn sie es weder als sehr stark noch als sehr niedrig bewertet haben, oder wenn Sie Aussagen zustimmen, die sowohl auf ein sehr ausgeprägtes, als auch auf ein geringes Bedürfnis nach dem Motiv soziale Kontakte hinweist.

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